Rehkitzrettung – gelebter Wildtierschutz in unserem Jagdbezirk
Die Aktion Kitzrettung wird vom Bezirksjagdamt/Rehwildreferent koordiniert und ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie technische Innovationen und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken. Sie ist mittlerweile ein unverzichtbarer Beitrag zum aktiven Wildtierschutz in unserem Jagdbezirk.
Die Einsätze erfolgen hauptsächlich in der ersten Junihälfte. Oftmals werden die Kitze von den Rehgeißen in die noch nicht gemähten, also vermeintlich sicheren, Wiesen gesetzt. In den ersten Lebenswochen drücken sich Kitze aufgrund ihres angeborenen Drückinstinkts bei Gefahr flach nieder und verlassen sich auf ihre Tarnung. Dieses Verhalten, das in der freien Wildbahn einen ausgezeichneten Schutz vor Fressfeinden darstellt, wird in der Kulturlandschaft jedoch zur tödlichen Falle, sobald Mähmaschinen eingesetzt werden. Daher gilt es, diese Tiere rechtzeitig zu sichern oder aus den Flächen zu vertreiben.
Um dies zu ermöglichen, wurden Drohnen mit hochsensiblen Wärmebildkameras angeschafft. Diese werden hauptsächlich in den frühen Morgenstunden zwischen 04:00 und 08:00 Uhr eingesetzt, da sich zu dieser kühleren Tageszeit die besten Kontraste zwischen der Körperwärme der Kitze und der Umgebungstemperatur ergeben. In enger Abstimmung zwischen den Piloten, den Jagdausübungsberechtigten und den Landwirten werden die Wiesen systematisch abgesucht.
Die Jungtiere werden eingefangen, vorsichtig gesichert und in verschließbaren, luftdurchlässigen Kisten an den schattigen Waldrand der Wiesen gebracht. Dort bleiben sie bis nach der Mahd in Sicherheit, um anschließend, meist von den Landwirten, wieder freigelassen zu werden. Übrigens ein sehr emotionales Erlebnis für alle Beteiligten!
Besonders erfreulich ist, dass nicht nur revierverantwortliche Jäger und Jägerinnen, sondern auch Landwirte die Initiative in Anspruch nehmen. Dies zeigt, dass das Bewusstsein für die Verantwortung gegenüber dem Wild und dem Schutz der Jungtiere stetig wächst. (Gemähte Kitze verunreinigen das Futter und können bei Rinder zu Erkrankungen führen!) Das gemeinsame Vorgehen stärkt nicht nur den Tierschutz, sondern auch das gute Verhältnis zwischen Jagd und Landwirtschaft, das für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Kulturlandschaft von großer Bedeutung ist.
Hier finden Sie Informationen zur Abwicklung:
- Abstimmung mit Landwirten und Landwirtinnen – wann wird die gefährdete Fläche gemäht?
- Kontaktaufnahme (je früher desto besser) mit einem nachstehenden Drohnenpiloten – Terminvereinbarung
Die Suche wird in der Früh am Tag der Mahd durchgeführt. - 2 Helfer müssen vom Revier zur Verfügung gestellt werden.
Kosten:
Die Anforderung einer Drohne kostet Euro 30,– . Sollten ein oder mehrere Kitze in der abgesuchten Fläche gefunden, bzw. gesichert werden, erhöhen sich die Kosten, für den wesentlich höheren Zeitaufwand, um Euro 20,–. Es entsteht also ein maximaler Kostenaufwand von Euro 50,– , egal wie viele Kitze gesichert werden! (Bezahlung direkt vor Ort.)
Für Fragen stehen wir Ihnen/Euch gerne zur Verfügung.
Natur verpflichtet!
Ing. Hubert Schmerleib
Rehwildreferent
Tel. 0664/5742107
| Name | Firma | Standort | Telefonnummer |
|---|---|---|---|
| Fam. Hartleb | Airdrone | St. Peter ob Judenburg | 0676/5465514 |
| Thomas Hafellner | Levaro | Spielberg | 0664/2585965 |
| Hubert Schmerleib | JV Spielberg | Spielberg | 0664/5742107 |
| Christian Rausch | – | Spielberg | 0664/2457974 |
| Fam. Viktoria Steiner | – | Mitterlobming | 0676/3736726 |
| Gernot Krepelka | – | Oberzeiring | 0664/172814 |
| Franz Mandl | – | Bretstein | 0664/1041820 |










